Allgemeines
Der Allwetterzoo Münster wurde, nach dem er umgezogen ist, 1974 eröffnet. Die Zoo-Architekten hatten damals die Idee alle großen Tierhäuser mit überdachten Wegen zu verbinden. Daraus entstand der Name Allwetterzoo. Die überdachten Wege schützen nicht nur vor Regen sondern auch vor der Hitze im Sommer. Auf einem Gelände von etwa 30 ha leben im Allwetterzoo Münster 3.166 Tiere aus 334 Arten.
Internetseite vom Allwetterzoo Münster: www.allwetterzoo.de
Geschichte
Im Juni 1875 wurde in Münster der erste Zoologische Garten gegründet. Die Ziele des Zoogründers Professor Dr. Hermann Landois waren es, die europäische Tierwelt fast vollständig zu zeigen. Doch die Besucher wollten auch andere Tiere sehen. 1876 wurde das erste Affenhaus fertiggestellt. Zum 25 jährigen Jubiläum zog der erste Elefant in ein, an eine Moschee erinnerndes Haus ein. 1905 führte der Zooverein nach dem Tod des Gründers den Zoo weiter. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Gebäude zerstört und unzählige Tiere starben. Die beiden letzten Elefanten mussten als Reparationsgut nach Belgien abgegeben werden. Doch schon 1950 konnte wieder ein Elefant in das nur leicht beschädigte Haus umziehen. In den sechziger Jahren kam für den Zoo das aus. Die Westdeutsche Landesbank suchte nach einem Grundstück für den Neubau und der Zoo-Verein bekam im Austausch ein etwa fünfmal so großes Grundstück im Westen der Stadt. Am 31. Dezember 1973 wurde der Zoo endgültig geschlossen. Im Februar 1974 zogen die ersten Bewohner in den Allwetterzoo Münster. Die Tierhäuser und viele Gehege wurden aus Beton gegossen. Das ging schnell, verleite dem Zoo aber später einen schlechten Ruf. Am 2. Mai 1974 öffnete der Allwetterzoo zum ersten mal seine Tore und rund 50.000 Menschen strömten hinein. Anfangs fehlten noch Bäume und Sträucher, doch zum 10 jährigen Jubiläum hatte sich das Bild des Zoos grundlegend gewandelt. Viele Gehege wurden seit dem neu gebaut, die zur Planung in den 60er und 70er Jahren noch als fortschrittlich galten.
Highlights
- Delphinarium:
Im Delphinarium leben die zwei großen Tümmler Nemo und Nando, der einzige Sotalia-Delfin in Europa und Kalifornische Seelöwen. Mehrmals am Tag finden hier Vorführungen statt.
- Pinguinmarsch:
Täglich um 14 Uhr marschieren, im Sommerhalbjahr und im Winter an Wochenenden, die Pinguine über die Besucherwege des Zoos.
Biocity
Die Biocity im Eingangsbereich des Zoos zeigt in drei Abteilungen das Netzwerk des Lebens. Sie soll den Besuchern zeigen, wie wichtig es ist, die Artenvielfalt unserer Erde zu schützen. Das "Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz" liegt in einem nicht öffentlichen Teil der Biocity. Hier werden äußerst seltene, asiatische Schildkrötenarten betreut und gezüchtet. Weitere Themen sind Bionik, Artenschutzmaßnahmen und das lebenswichtige Wasser. In der Forscherwerkstatt haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit unter fachlicher Betreuung "Forscherprojekte" durchzuführen.
Westfälisches Pferdemuseum
Das rund 1000 m² große Westfälische Pferdemuseum widmet sich der Natur- und Kulturgeschichte des Pferdes in Westfalen. Die historischen Objekte und die Verbindung mit moderner Medientechnik geben dem Besucher Einblicke in das Leben der Pferde von der Urzeit bis Heute. An das Pferdemuseum grenzt die Arena "Hippomaxx", die für Veranstaltungen genutzt wird, und der Kinder- und Pferdepark.
Unsere Meinung zum Zoo
In Münster gibt es viele Tierarten zu sehen. Meist haben sie große, artgerechte Gehege. Ein besonderes Highlight ist das Africaneum, mit den vielen verschiedenen Affenarten und den begehbaren Katta- und Guerezainseln. Große Tümmler und Seelöwen in einer Vorführung zu sehen ist mal was anderes, jedoch ist das Becken unserer Meinung nach viel zu klein. Im Gesamten finden wir den Zoo aber sehr schön und er ist einen Besuch in jedem Fall wert.

